Die Orsons

Die Freiheit als Künstler, als Musiker, als Mensch. Die Freiheit tun zu lassen, was man will. Sich die Freiheit nehmen. Sich selbst die Freiheit zugestehen. Die Freiheit, gegen seine eigene Limitiertheit anzukämpfen und Vorurteile über Bord zu werfen.“

Die Orsons sind die erste reale Boyband. Die fantastischeren Vier. Die Fetteren Brote. Viele Namen für ein Phänomen das inzwischen deutschlandweit für Furore
sorgt. Während Rap in Deutschland sich ab 2001 in fester Hand von Gangster Rap befand und dabei in einer sich ständig wiederholenden Spirale aus Gewalt, Drogen und Hass fast verloren hätte, veröffentlichten diese vier Sympathen 2008 ihr Debütalbum und sorgten damit für einen Eklat: Plötzlich ging es um Liebe, rappende Schweine und Tretboot-
Drivebys. Die Orsons ebneten damit den Weg für eine neue Generation deutscher Rapper.

Liebe statt Hass
Die Umkehrung ungeschriebener Hip-Hop-Regeln in Verbindung mit Ironie, Fantasie und einer sehr positiven Grundeinstellung funktionierte:
im Gegensatz zum damaligen Trend benutzten die Orsons Attribute wie „süß“, „schön“ oder „niedlich“ und schafften es damit mehr zu provozieren als es mit jedem Schimpfwort möglich gewesen wäre. Das erste Album der Orsons war ein Befreiungsschlag. Die Parodie einer gesamten Szene die sich selbst zu ernst nahm. Dada traf Rap, traf vier Freunde die sich nichts sagen lassen wollen und aus ihren Insider-Jokes ein Album bauten. Nach dem, vor allem für die Beteiligten selbst,
überraschend großen Erfolg und Feedback für das erste Album begannen die Orsons mit den Arbeiten an ihrem zweiten Album. Und damit zum ersten mal auch sich selbst ernst zu nehmen. Dabei entstand „Die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Orsons“.

Das Album chartete Indie auf Platz #79 und kündigte einen neuen, eigenen und von Maeckes und Tua als Executive Producer geprägten Sound an. Als einziger Feature-Gast gab sich die Berliner Türsteher- Legende und Feuilleton-Liebling Rummelsnuff die Ehre und die Akustik- Version des Songs „Turn my Swag on“ des amerikanischen Künstlers „Soulja Boy Tell Em“ schaffte es bis über den großen Teich in die Radios New Yorks. Wenig später nahm die etwas erstere reale Boyband Fettes Brot die Orsons als Support auf ihre große Deutschlandtour.